Fünf Dinge, die man in einer WG beachten sollte

Vergangene Woche habe ich ja bereits erzählt, dass ich nun in einer WG wohne. Für diejenigen unter euch, die auch überlegen diesen Schritt zu gehen, habe ich heute fünf Dinge, die man in einer WG beachten sollte.

Wer geht wann ins Bad und wie lange braucht derjenige?

Bei einem männlichen Mitbewohner bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass diese Frage das kleinste Problem ist. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, dass er ausnahmslos JEDEN  Morgen baden geht. Außerdem hat er tagsüber Schichtdienst und da stellt sich abends unweigerlich die Frage „Sag mal, wann musst du morgen los und wann gehst du ins Bad?“. Kommunikation ist hier das A und O. Besprecht euch einfach rechtzeitig ab und mit ein wenig Rücksicht und Zeitmanagement sollte der Morgen entspannt und stressfrei ablaufen.

Putzplan ja oder nein? Wie wird die Wohnung sauber gehalten?

Ein nicht ganz unerheblicher Punkt ist die Hygiene. Wir wechseln  uns hier wöchentlich ab und jeder muss einmal pro Woche Küche, Flur und Bad gründlich putzen. Abgewaschen wird in der Regel täglich direkt nach dem Kochen und für sein Zimmer ist ja sowieso jeder selber verantwortlich. Bis jetzt klappt das auch ganz gut, allerdings ist mein Mitbewohner ein wenig chaotisch und so braucht er ab und an den ein oder anderen Tritt in den Hintern, damit er endlich sein Geschirr spült. Sobald das mit dem selbstständigen Putzen nicht mehr klappen sollte, würde ich aber auf jeden Fall einen festen Putzplan einführen an den sich dann auch gehalten werden muss. Ich finde nämlich nichts schlimmer als eine schmutzige Wohnung in der man nicht Barfuß laufen mag.

Bist du in einer Zweck-WG oder stehen die Türen auch mal offen?

Diese Frage hab ich bei meinen Besichtigungen immer ganz am Anfang gestellt. Ob der potenzielle Mitbewohner eine reine Zweck-WG führen möchte oder auch mal gemeinsam gekocht oder etwas unternommen wird finde ich nämlich gar nicht so uninteressant. Letztendlich muss hier aber jeder für sich entscheiden was genau er sucht und welche Wünsche er an die neue WG hat.

Hat dein Mitbewohner irgendwelche Eigenarten, die zu Problemen führen könnten?

Zugegebener Maßen wird man sich hier wohl meistens erst nach einiger Zeit bewusst wie der andere so tickt. Trotzdem gibt es einige Dinge, die man schon im Vorfeld erfragen kann. Kocht der Mitbewohner täglich und blockiert somit für einige Zeit die Küche? Spielt er ein bestimmtes Instrument oder hat sonstige Hobbies von denen man selber etwas mitbekommen könnte? Wie häufig sind Freunde zu besuch und werden dann große Partys gefeiert oder eher ruhigere Sit Ins? Dies sind nur einige Sachen, die man vorher erfragen sollte und über die man sich klar sein muss bevor man zu einer für einen fremden Person zieht. Mein Mitbewohner ist beispielsweise Veganer. Allerdings hat er mir schon im Vorfeld erzählt, dass es ihn nicht stört wenn ich mein Fleisch oder meine Eier zubereite und im Kühlschrank lager, also haben wir diesbezüglich gar keine Probleme.

Gibt es eine Haushaltskasse und wer erledigt die Einkäufe?

Verbrauchsgüter wie Toilettenpapier, Spül- oder Waschmittel benutzen alle Mitbewohner und so kommt man unweigerlich an den Punkt an dem es heißt „Wer erledigt die Einkäufe?“. Einige WGs haben hierfür eine extra Haushaltskasse in die monatlich eingezahlt wird und aus der dann solche Dinge bezahlt werden. Andere regeln es so, dass das eine Mal der eine zahlt und das nächste Mal der nächste. Egal wie man es regelt ein Problem bleibt bei jeder Methode und zwar das schwere schleppen der Einkäufe. In Großstädten braucht man kein Auto und auch ich habe mich schweren Herzens von meinem getrennt und so ist es gar nicht so einfach Toilettenpapier, Waschmittel und die Kiste Wasser alles auf einmal zu transportieren.
Ich habe eine für mich optimale Lösung gefunden und die heißt AllyouneedFresh. Online-Supermärkte gibt es mittlerweile immer häufiger, aber nur wenige liefern deutschlandweit und wirklich frisch. Ein Beispiel hierfür ist AllyouneedFresh, denn dort bekommt man ab 20€ Einkaufswert wirklich alles vom frischen Fleisch und Gemüse über Grundnahrungsmittel bis zum Nonfood. Das ganze kann bereits am nächsten Werktag in verschiedenen Zeitfenstern geliefert werden. Die Transportboxen sind in verschiedene Kühlzonen unterteilt, um eine optimale Kühlung auch für Tiefkühlprodukte zu gewährleisten und werden direkt von dem Lieferanten wieder mitgenommen. Die Einkäufe werden dann in 100% recycelbaren Tüten übergeben. All das spart einem unglaublich viel Zeit, denn der Gang in den Supermarkt nach der Arbeit wird ganz einfach eingespart. Außerdem gibt es keine Probleme beim Tragen und man kann vorher perfekt gemeinsam planen was benötigt wird, um zusammen zu kochen. Hinzu kommt der Punkt, dass man mit mehreren Personen ganz einfach auf den Mindestbestellwert kommt. Echt praktisch oder was meint ihr?

Habt ihr noch weitere Dinge, die man in einer WG beachten sollte?

8 Replies to “Fünf Dinge, die man in einer WG beachten sollte”

  1. Ich habe noch nie in einer WG gewohnt. Wirklich interessant, aber das sind wohl die wichtigsten Dinge, die auch ich beachten bzw. vorher erfragen würde.

  2. Puh, also das WG Leben wäre so gar nichts für mich… Ich glaube meine Mitbewohner könnten mir das mit dem Saubermachen nie recht machen… ^.^ Zumindest was ich oft so von Freundinnen gehört habe, wäre zum Teil echt mein persönlicher Albtraum gewesen!
    Gerade Asiaten müssen auch sehr interessante Kochgewohnheiten haben… 😉

  3. In einer WG zu wohnen ist schon etwas besonderes! Vlt suche ich mir in ca zwei Jahren auch eine, wenn ich mich ein bisschen in mein Studium eingelebt habe und mich dazu entscheide, nicht mehr zu pendeln, sondern dahin zu ziehen. Meine beiden besten Freundinnen sind vergangene Woche auch in zwei verschiedene WG’s gezogen. Ihnen gefällt es super, aber die Sache mit dem Saubermachen ist immer etwas kompliziert.

    Liebe Grüße
    Kim 🙂
    https://softandlovelyx.blogspot.de/

  4. ein sehr guter Post mit vielen wichtigen Dingen, die auch mir in meinem bisherigen WG-Leben begegnet sind. Auf alle Fälle darf man in einer WG nicht zimperlich sein,muss Rücksicht auf seine Mitbewohner nehmen und für manche Gelegenheiten oropax bereithalten 😉

    ♥ josie | killewieps.blogspot.de

  5. Ohja das WG-Leben, da kann ich auch einige Geschichten erzählen. Bei uns hat mal eine Lehrerin mit in der Studenten-WG gewohnt. Am Ende war sie nur der Hausgeist, jeder wusste das sie existiert, aber nie hat sie jemand im Bad gesehen, in der Küche, es waren überhaupt keine Sachen von ihr in der Wohnung zu finden, nicht mal eine Zahnbürste.

    Und da ich auch in einer reinen Männer-WG (also ohne den Hausgeist mitgezählt) gelebt habe, konnte ich wirklich nie barfuß rumlaufen. Einerseits bin ich ganz froh, dass ich da raus bin, obwohl meine Jungs echt die Besten waren, aber ich denke ich würde auch wieder in eine WG ziehen, aber dann mit Putzplan oder so ordentlichen Menschen wie ich 😀

    xx
    Josie / Warm Winters Blog

  6. Das sind ganz schön viele Sachen, die man beachten muss. Ein WG-Leben ist natürlich anders, als, wenn man mit seinem Partner zusammen zieht. Aber ich kann mir gut vorstellen, wenn man sich austauscht, dass auch ein WG-Leben gut und spaßig verlaufen wird.

    Liebe Grüße und ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
    magdaeva von https://lifestylemeetsmagdaeva.blogspot.de/

  7. Ganz wichtig finde ich, dass selbst wenn man nicht in einer Zweck-WG wohnt, seinem Mitbewohner/Mitbewohnerin nicht auf den Keks geht. Das hört sich trivial an, allerdings erfordert das einiges an Feingefühl. Selbst wenn die Zimmertür offen ist, sollte man erstmal checken, wie so die Stimmung ist. Gerade am Lernen? Binge-watching oder lesen? Social Media Modus on oder am Facetimen? Man sollte sich nicht direkt aufs Sofa werfen, sondern wirklich Höflichkeit wahren.Wirkt eventuell etwas spießen, aber ich hatte schon so viele Mitbewohner/innen, die das nicht wirklich gecheckt haben. Und das wichtigste: Dinge nicht persönlich nehmen. Jede/r hat mal einen schlechten Tag und mal kommt der/diejenige von der Arbeit/Uni nach Hause und ist aus irgendeinem Grund blöd gelaunt. Aber das hat nichts unbedingt mit dem/der Mitbewohner/in zu tun. Ich finde, dass mich das anfangs am meisten Übung gekostet hat, dass ich DInge nicht direkt auf mich beziehe.

    Wünsche Dir alles Gute für deine WG 🙂

  8. Hahah du sprichst mir aus der Seele =) WG Life ist halt nicht immer einfach und wenn man mit den falschen Leuten zusammen wohnt kann es auch mal richtig scheiße sein. Das bleibt uns aber hoffentlich allen erspart, denn ain‘t nobody got time for that! =)

    Liebe Grüße aus Berlin
    http://www.thedeliciousworld.com

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